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Einige Ratschläge zur Minimierung von Risiken und zur Einziehung von Forderungen

Einige Ratschläge zur Minimierung von Risiken und zur Einziehung von Forderungen in Spanien.

1. Dem Kunden wird abhängig von dessen Bonität eine Risikogrenze gewährt. Informationen zum Zweck der Untersuchung dieser Bonität sind unabdingbar, um dem Kunden zukünftige Probleme zu ersparen.

2. Bei Lieferverträgen ist es notwendig, die AGBs und die entsprechenden Vertragsunterlagen zu unterschreiben.

3. Bei der Durchführung von Geschäften mit einer gewissen Bedeutung sollte die Möglichkeit versucht werden, Bürgschaften von Gesellschaftern zu erlangen.

4. Der Eigentumsvorbehalt hat bei Lieferverträgen nur eine beschränkte Wirkung, wenn keine Beurkundung des Vertrages erfolgt.

5. Vereinbarungen über Zahlungsfristen (30, 60, 90 Tage) ohne Sicherheiten sind nicht zu empfehlen.

6. "Wechsel" oder "Pagares" werden als Zahlungsmodus vorgezogen. Bei dem Ausfüllen müssen die Formalitäten beachtet werden.

7. Weitere Sicherheiten wie Hypotheken oder Mobiliar. Hypotheken können auch berücksichtigt werden. Die notarielle Beurkundung von Verträgen wird empfohlen.

8. Gerichtsverfahren sind kompliziert, wenn sich die Beweise nur auf Aufträge und Rechnungen beschränken.

9. Vollstreckungsverfahren sind bei der Einziehung von "Wechseln" oder "Pagares" möglich. In diesen kann man Kautelarmaβnahmen bzw. Beschlagnahmen zur Sicherung der Forderung beantragen.

10. Beim Verzug oder bei geplatzten Rechnungsbeträgen muss man kurzfristig reagieren, auch mit gerichtlichen Maβnahmen. Mahnschreiben vor der Einleitung eines Verfahrens haben in der Praxis keine Wirkung.

11. Eine auβergerichtliche Vereinbarung wird immer vorgezogen. Auch wenn diese nicht optimal erscheint. Gerichtsverfahren dienen grundsätzlich als Druckmittel, um die Gegenseite zu einer Vereinbarung zu bewegen.

 

Für weitere Informationen:

Fr.  Schlei, Handy: 0034-696136231 oder  direkte Durchwahl: +34 937 934 893 oder auch per Mail an: a.schlei-dr.soler-hohenlohe@kanzlei-spanien.es  oder  aschlei@bsp-abogados.com

DR. SOLER, v. HOHENLOHE, ENGEL

Abogados, Economistas y Auditores

17-10-2021 PSOE Partei / Sozialdemokratie

Ich bleibe bei dem Wort, das an diesem Wochenende beim PSOE-Kongress mehrmals gesagt wurde. „Sozialdemokratie“. Ich kann mir vorstellen, dass die Parteistrategen zur Schlussfolgerung gekommen sind, dass diese „sozialistische“ Sache, sehr linksgerichtet zu agieren, angesichts der Umfragen, die die Mehrheit bei den  nächsten Wahlen dem Partido Popular Partei zu geben scheinen, nicht angebracht ist.

 

Es ist daher notwendig, den Diskurs, die Redensart zu modifizieren. Und es angenehmer, näher an den Positionen der Mitte zu sein, und deswegen ist es richtiger, von  Sozialdemokratie zu sprechen.

 

Gemeint ist eine  soziale Marktwirtschaft wie in Deutschland.  Mehr oder weniger. Daher wird der Progresismus der PSOE jetzt eher den anderen europäischen Ländern ähneln, mit dem klaren Willen, dass die Mehrheit der Wähler, die vor gescheiterten Erfindungen und Erfahrungen fliehen, der Partei ihre Stimme bei den nächsten Wahlen geben.

 

Ihr werdet es selbst sehen.  Sie werden versuchen, die Koalition so lange aufrechtzuerhalten, wie sie es für unbedingt erforderlich halten. Aber sobald sie verstehen, dass diese politische Zeit vorbei ist, werden sie beginnen,  sich sowohl von Podemos als auch von den Unabhängigkeitsparteien  zu entfernen, um zu behaupten, dass sie nie etwas mit ihnen zu tun hatten. Und wenn in der Vergangenheit  Vereinbarungen getroffen werden mussten, geschah dies einzig und allein im Sinne des nationalen Interesses, aber nie um der Macht willen.

 

Und die Macht ist das, was  die Gruppe zusammenhält. Ich habe gelesen, dass  bei  diesem Kongress die Einstimmigkeit vollkommen war. Die absolute Unterstützung für den Leader Sánchez. Und der Wille, dass es so weitergeht, wie es jetzt ist. Und wenn wir jetzt, um die Macht zu behalten, über Sozialdemokratie sprechen und den „Sozialismus“ eine Zeit lang vergessen müssen, warum nicht? Die Diskurse werden je nach Wetterlage verändert, angepasst, modifiziert.

 

Und darin hat Pedro Sánchez bereits viel Erfahrung.

 

Wir alle wissen das.

 

17. Oktober 2021

 

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17-10-2021 IN „BEQUEMEN RATEN“

Es ist nicht mehr nötig, mit  Bargeld zu zahlen. Bezahlen Sie einen minimalen Betrag pro Monat und genieβen  Handy, Versicherung, Netflix. Auch können Sie monatlich die Miete oder Hyphotek begleichen. Und, keine Sorge, wenn Sie ein hochmodernes Auto fahren möchten. Wir vermieten es Ihnen oder bieten Ihnen einen Leasingvertrag an. Für einen minimalen Betrag erhalten Sie das Auto Ihrer Träume.

 

Natürlich wird es nach der Abrechnung all dieser monatlichen Raten nötig sein zu überprüfen, ob noch was  übrig bleibt, um die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Von der Ergebnisbilanz wird es abhängen, sich dem intensiven Verzehr von Pizza, Eiern, Kartoffeln und Hamburger widmen zu müssen, um bis Monatsende zu kommen.

 

Mehr zur Erfindung. Wir haben die Zahlung, die Bezeichnung „in Raten“ durch „Quoten“ „Quittungen“ ersetzt, die einen viel zivilisierteren Charakter haben.

 

Und natürlich hat sich das, was einem an „Bargeld“, „Euro“ oder „Cash“ übrig bleibt, in Plastik materialisiert, in Kreditkarten die, in der Tat, ein Damoklesschwert darstellen, das den armen Verbraucher verfolgt. Wenn Sie die Gebote der Kreditkarte missachten, und Ihnen eine Zahlung in einem Restaurant oder Supermarkt verweigert wird, läuft der Bürger Gefahr, unter sehr belastenden Bedingungen körperlich abzunehmen, wenn er nicht einige Scheine/Euro im Portemonnaie behält, die es ermöglichen, in den Supermarkt an der nächsten Ecke zu gehen.

 

Kurz gesagt ist der Bürger  abhängig von den Raten, von den Limits seiner Kreditkarte, um weiterhin die groβen Vorteile der Wohlfahrtsgesellschaft zu genieβen.

Sensationell, oder?

 

17 Oktober 2021

 

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13-9-2021 DER LEERE THRON

Angela Merkel hat zweifellos seit vielen Jahren das Europakonzert dirigiert. Ohne Gegner, ohne Schatten. Merkel war für viele eine Referenz dafür, was von Europa erwartet wird. Ein zivilisierter, moderner, sozial fortschrittlicher Kontinent. Mit  ausgeprägten Profilen der Mitgliederstaaten, aber mit einer Idee, einem gemeinsamen Projekt, das jedoch in letzter Zeit ins Schwimmen gerät.

Ohne Merkel wird jemand die Führung übernehmen müssen. Von Deutschland aus ist das schwierig. Das Ergebnis der nächsten Wahlen wird voraussichtlich sehr breitgefächert ausfallen. Die Christdemokratie befindet sich im Fall,  die Sozialisten werden nicht wiederauferstehen und die Grünen glauben, ihre groβe Stunde sei gekommen. Die groβe Koalition der SPD ist vorbei und die Regierungskombinationen sind schwierig. Möglicherweise treten wir in eine Phase der Schwäche, der Fragilität der Regierungen ein, welche  Dreiergruppen unterschiedlicher Farben versprechen.

 

Es gibt Draghi in Italien. Auch Macron. Obwohl ich dazu neige, dass Draghi die Botschaft, den Stab von Angela Merkel aufnimmt. Es scheint, als ob Italien die Hindernisse, die sich aus der Pandemie und dem politischen Spiel ergeben, erfolgreich umgangen hat. Draghi wäre ein guter Förderer der europäischen Sache. Der erste, der aus dem Süden kommt, aus dem Mittelmeerraum. Ein Novum.

 

Die Europäische Union ist ein groβer Ozeandampfer, mit einer Schiffspassage, die es gewohnt ist, in der Wohlfahrtsgesellschaft zu leben. Und mit einer Kapitänin, die verschwindet. Mit der Gefahr, dass aufrund Mangel an Definition und das Fehlen eines Anführers das groβe Schiff ohne Kurs umherirrt.

#Germany #Management #Economy #Money